top of page

ÖBB Hilfsbrückenmonitoring an der Pregbachbrücke

18. Aug.
1 Min. Lesezeit

Nach einer Vielzahl von Projekten in der Vergangenheit, bei denen sich das Gleisüberwachungsmonitoring kontinuierlich weiterentwickelt hat, wurde Anfang des Jahres seitens der ÖBB ein Testlauf der neuesten Gleissensorik mit 3 unterschiedlichen Montagevarianten beim Neubau der Pregbachbrücke in der Steiermark bei Preg durchgeführt.


Für vier Wochen im Februar wurde eine Hilfsbrücke eingesetzt. Dabei wurde das Gleis vor und nach der Hilfsbrücke im unbelasteten und belasteten Zustand, also auch bei Zugsüberfahrten, messtechnisch auf Setzungen überwacht.


Folgende Varianten kamen zum Einsatz:

  • Triaxiale Neigungsaufnehmer mit integriertem Beschleunigungssensor, montiert auf der Schwelle

  • Triaxiale Neigungsaufnehmer mit integriertem Beschleunigungssensor, auf den Schienenfuß geklemmt

  • Triaxiale Neigungsaufnehmer, verbunden über ein Stangensystem zwischen den Schienen


Aus diesem Versuchsaufbau konnten erneut wertvolle Erkenntnisse gewonnen und daraus ein optimiertes Messkonzept für zukünftige Anwendungen entwickelt werden. Bei diesem gemeinschaftlichen Projekt wurde wiederum eng mit dem Gleismessungsexperten „Railmonitor“ aus Dänemark zusammengearbeitet.

Die Daten wurden über den gesamten Messzeitraum hinweg mit jenen der geodätischen Vermessung (Messungen mit Totalstation sowie intervallweise durchgeführte konventionelle Vermessungen für Gleislage und Widerlager) abgeglichen und zeigten eine hervorragende Übereinstimmung. Gleichzeitig wurde eine höhere Betriebssicherheit erreicht, da mögliche Ausfälle, beispielsweise aufgrund fehlender Sichtbeziehungen zwischen Totalstation und Messstelle im Gleis, vermieden werden konnten.


Die ÖBB ermöglichte diesen Testlauf der neuesten Entwicklungsstufe unter realen Bedingungen. Dadurch konnte das Konzept zur Gleisüberwachung vor und nach Hilfsbrücken auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse im Nachgang weiter optimiert werden. Künftig wird mit einer Kombination der unterschiedlichen Montagevarianten gearbeitet, wodurch für sämtliche Anwendungsfälle eine höchstmögliche Genauigkeit erzielt werden kann.


Ein Projekt der ÖBB, mit freundlicher Genehmigung von Herrn DI Gerald Gasparin.


Autor: Dominic Doppler



 
 
 

Kommentare


bottom of page